Mittelschule: Spätzünder-Projekt wird fortgesetzt

  • Montag, 02 Februar 2015 00:00
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Mittelschule: Spätzünder-Projekt wird fortgesetzt © Christian Schwier - Fotolia.com

Eine neue Zulassungsvoraussetzung des Kultusministeriums hätte wohl das Aus für das an den Mittelschulen in Aßling und Poing erfolgreiche „Spätzünder-Projekt“ bedeutet, welches Jugendlichen die Möglichkeit eröffnet, nach dem Quali in zwei Jahren die Mittlere Reife zu erlangen. Nach Bekanntwerden dieser Regelung nahm Ebersbergs Stimmkreisabgeordneter Thomas Huber umgehend Kontakt mit dem Rektor der Aßlinger Mittelschule, Michael Pollak auf um sich über die möglichen Folgen der angekündigten Veränderungen ein Bild machen zu können.

Noch am gleichen Tag führte er Gespräche mit dem Kultusminister und den beiden Staatssekretären und bat, die Entscheidung zu überdenken. In seiner Begründung führte Huber u.a. an, dass durch die Neuregelung die bisher gängige Praxis, auch Schüler bis zu einem Quali-Schnitt von 3,00 aufzunehmen und auch „Abbrechern“ aus der Realschule und dem Gymnasium eine Möglichkeit zu geben, völlig entfallen würde. Unter diesen Voraussetzungen würde das erfolgreiche Modell der Vorbereitungsklassen ad absurdum geführt. „Aus eigener Erfahrung und aus unzähligen Gesprächen mit Mittelschuleltern sowie Lehrern weiß ich, wie wichtig es ist, auch den sog. „Spätzündern“ ein zusätzliches Angebot an unseren Mittelschulen anzubieten, d.h. auch Kindern, die erst im Laufe der 9. Klasse merken, dass ein mittlerer Bildungsabschluss für einen Ausbildungsplatz notwendig ist“ so Huber und ergänzt: „Die Schulleitungen, die ich kenne, haben bislang in einem umfangreichen Zulassungsgespräch die Kinder herausgefiltert, die die nötige Lernbereitschaft aufweisen um in den zwei Jahren die Defizite auszugleichen“. Seiner Ansicht nach würden durch die Neuregelung die erklärten Bildungsziele, „kein Abschluss ohne Anschluss“ und „höchstmögliche Ausbildungsreife“ übermäßig eingeschränkt. Der Abgeordnete kennt die Situation sehr gut, denn er selbst absolvierte erst nach dem Quali an der Hauptschule Grafing und einer sich anschließenden Ausbildung die Mittlere Reife, das Abitur und zwei Studiengänge berufsbegleitend über den 2. Bildungsweg.

Umso mehr freut sich Huber nun, dass der Kultusminister seiner Bitte entsprochen habe und dankte ihm umgehend für die Rücknahme der Entscheidung, die auch deshalb angedacht war, weil es offenbar auch Schulen gab, die sog. Vorbereitungsklassen für Schüler gebildet hatten, die den Abschluss niemals geschafft hätten. Huber meinte hierzu: „Dafür habe ich Verständnis, aber man solle keine pauschale bayernweite Regelung einführen, die auch die erfolgreichen Strukturen kaputt machen würden. Wir müssen hier mehr an die pädagogische Verantwortung der Schulleiter appellieren. Noch am Wochenende erreichten den Landtagsabgeordneten Dankesworte in schriftlicher und mündlicher Form von Eltern, die die Nachricht erleichtert zur Kenntnis nahmen. 

 

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