Erster Demografie-Dialog des CSU-Kreisverbandes Ebersberg

  • Samstag, 30 Juni 2012 18:01
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Erster Demografie-Dialog des CSU-Kreisverbandes Ebersberg © Photo-K - Fotolia.com

Pressemeldung:

Die Demografische Entwicklung stellt für den CSU-Kreisverband eine der zentralen Herausforderungen für die Zukunft dar. Deshalb hat der stv. CSU-Kreisvorsitzende Thomas Huber, das Thema auch schon frühzeitig auf die Tagesordnung gesetzt und als erste politische Gruppierung im Landkreis den Demografischen Wandel in den Mittelpunkt der politischen Arbeit gerückt. Im Auftrag der Kreisvorsitzenden Dr. Angelika Niebler übernahm er die Leitung einer eigenen Arbeitsgruppe und trug das Thema in den zuständigen Ausschuss des Ebersberger Kreistags, verbunden mit dem Ziel, dass die Verwaltung alle notwendigen Daten (wie z.B. Daten zur Einwohnerentwicklung und Schulprognosen), erarbeitet, um eine ausreichend belastbare Grundlage für eine „demografiefeste“ Politik aller Entscheidungsträger auf Gemeinde- und Kreisebene zu legen. „Wir wissen, dass München eine Zuzugsregion ist. Uns muss daher interessieren, wie sich diese Entwicklung auf den Landkreis und seine einzelnen Gemeinden auswirkt und wie wir unsere Politik in der Zukunft darauf ausrichten müssen“, so Huber, der sich sicher ist, dass die Gestaltung des demografischen Wandels nur gelingen kann, wenn alle staatlichen Ebenen, Wirtschaft, Sozialpartner und gesellschaftliche Akteure unter Einbindung der Menschen vor Ort zusammenwirken. Aus diesem Grund hat er einen Dialogprozess mit den Gestaltungspartnern initiiert, um die unterschiedlichen Perspektiven und Gestaltungsansätze zum demografischen Wandel zusammenzuführen.

Der erste „Demografie-Dialog“ fand kürzlich mit den Vertretern der Sozialwirtschaft, den Wohlfahrtsverbänden im Landkreis Ebersberg statt, die für das Gelingen des demografischen Wandels im Landkreis mit ihren 2.300 hauptamtlich und mehr als 2.000 ehrenamtlich Beschäftigten eine hohe Bedeutung einnehmen. Der Einladung folgte die Geschäftsführerin der AWO sowie die Geschäftsführer der Caritas, des BRK und der Diakonie. Caritas-Kreisgeschäftsführer Ludwig Mittermeier fungierte als Gastgeber, da der fachliche Austausch, der von allen Beteiligten gelobt wurde, in deren Grafinger Räumlichkeiten stattfand. Der CSU-Delegation, die von Bezirksrat Thomas Huber angeführt wurde, gehörten neben den Vertretern der an dem Prozess maßgeblich beteiligten CSU-Arbeitsgemeinschaften (JU, FU, SEN, MU, CSA) und der Arbeitskreise Schule und Umwelt auch der Bundestagsabgeordnete Dr. Max Lehmer, Landrat Gottlieb Fauth sowie Bürgermeister, Kreis- und Gemeinderäte der CSU an. Die Themenpalette des Dialogs war umfangreich und begann beim Seniorenpolitischen Gesamtkonzept, welches mit viel Engagement und mit Unterstützung der Wohlfahrtsverbände erstellt wurde, aber sich noch nicht jeder Gemeinde in der aktiven Umsetzung befindet. Huber:“Der CSU-Antrag an den Kreistag, soll den Umsetzungsprozess positiv beeinflussen und das Bewusstsein für die Umsetzung der darin enthaltenen Anregungen schärfen“.

 

Eines der drängendsten Themen im Landkreis ist der Mangel an bezahlbarem Wohnraum, der sich besonders in unserer wirtschaftlich prosperierenden Region auch als Problem für die in Sozialberufen tätigen Fachkräfte (Pflege, Gesundheit, Betreuung) darstellt, die mit einem niedrigeren Lohnniveau nicht mehr in der Lage sind, die steigenden Mieten zu zahlen, so Huber. Diese Anregung wurde seitens des Bundestagsabgeordneten, Dr. Max Lehmer umgehend an den Bayer. Innenminister weitergeleitet, um das Thema auf die Tagesordnung der Wohnungsbaukonferenz „Wohnen im Ballungsraum München“ am 5.7.12 zu setzen und nach Lösungen zu suchen. Auch das Bewusstsein für die Notwendigkeit von barrierefreien Wohnungen beim Neubau bzw. der Ausweisung von Baugebieten sei noch nicht sehr ausgeprägt, so die einhellige Meinung der Experten. Auch der Landkreis bleibt vom bayernweiten Fachkräftemangel nicht verschont.  Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen wird steigen und die Zahl derer die sie pflegen, wird sinken. Dadurch wird sich die bestehende Fachkräftelücke im Pflegebereich weiter vergrößern; aber auch im Bereich der Kinderbetreuung zeichnen sich schon heute Engpässe ab. Lösungen wurden gemeinsam diskutiert: Die Erzieherausbildung sollte auf 4 Jahre verkürzt werden, die Bezahlung von Pflegekräften verbessert, eine kostenlose Altenpflegeausbildung analog zu anderen Ausbildungsberufen und die Wiederaufnahme der Förderung des 3. Ausbildungsjahres bei Umschulungen eingeführt sowie eine bessere Weiterqualifizierung von Hilfskräften forciert werden. Diskutiert wurde auch die Förderung des Ehrenamtes sowie die Zusammenarbeit und die Einbindung der Wohlfahrtsverbände, die an dieser Stelle gelobt wurde.

 

Die Vertreter der Wohlfahrtsverbände dankten Thomas Huber für die Initiative und Leitung des Dialogs, der seinerseits anbot, diesen in regelmäßigen Abständen fort zu führen. Huber: “Es ist wichtig, dass sich Politik und Betroffene  kontinuierlich austauschen, auch um das gegenseitige Verständnis zu fördern und die Menschen in die politischen Entscheidungsprozesse einzubinden“. Der nächste Dialog ist bereits in Vorbereitung und wird mit Vertretern der Wirtschaft und des Handwerks stattfinden.

 

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